Keine Lust auf steifes Posieren am Hochzeitstag? Erfahre hier, was dokumentarische Hochzeitsfotografie (Hochzeitsreportage) bedeutet und warum ungestellte Bilder die schönsten Geschichten erzählen.
Wenn ihr an Hochzeitsfotos denkt, habt ihr vielleicht sofort ein bestimmtes Bild im Kopf: Das Brautpaar steht stocksteif im Park, schaut auf Kommando in die Kamera und der Fotograf ruft aus dem Hintergrund: „Und jetzt bitte alle mal recht freundlich lächeln!“
Wenn sich bei dieser Vorstellung bei euch alles zusammenzieht, kann ich euch beruhigen: Mir geht es genauso! Deshalb habe ich mich auf die dokumentarische Hochzeitsfotografie (auch Hochzeitsreportage genannt) spezialisiert. Mein Versprechen an euch lautet: Echt, ungestellt und authentisch.
Aber was bedeutet dieses „ungestellt“ eigentlich in der Praxis für euren großen Tag? Werde ich mich wie ein Paparazzo im Gebüsch verstecken? (Spoiler: Nein!)
Hier erkläre ich euch, wie ich arbeite und warum dieser Ansatz euren Tag so viel entspannter macht.
1. Ihr seid keine Models – und müsst auch keine sein
Die größte Angst vieler Paare ist: „Wir stehen total ungern vor der Kamera und wissen gar nicht, wie wir posen sollen.“
Das Großartige an einer Reportage ist: Ihr müsst überhaupt nichts wissen. Ihr müsst nicht posen. Ihr dürft euren Tag einfach genau so erleben, wie er passiert.
Ich greife in 95 % der Zeit nicht in das Geschehen ein. Ich bin eher wie eine aufmerksame Freundin mit einer richtig guten Kamera. Wenn ihr weint, weint ihr. Wenn ihr laut lacht, lacht ihr. Ich halte diese Momente fest, ohne sie zu unterbrechen.
2. Die Magie der „Dazwischen-Momente“
Natürlich fotografiere ich den ersten Kuss und den Ringtausch. Aber die Bilder, die nach der Hochzeit oft am meisten geliebt werden, sind die Momente dazwischen.
Die Träne, die sich Oma heimlich während der Trauung aus dem Augenwinkel wischt.
Der stolze, leicht nervöse Blick deines Papas, kurz bevor er dich zum Altar führt.
Die Blumenkinder, die sich unbemerkt schon mal ein Stück Hochzeitstorte stibitzen.
Das sind die echten Geschichten. Sie lassen sich nicht planen und schon gar nicht inszenieren. Man muss sie beobachten. Und meist sind da auch ganz viele Momente dabei, die ihr selbst gar nicht sehen könnt. Ihr seid mitten im Geschehen, seid aufgeregt. Ich bin dafür da, euren Tag so aufzufangen, dass ihr ihn später nochmal erleben könnt. Nur eben aus einer anderen Perspektive.
3. Mehr Zeit für eure Gäste (und für euch!)
Früher war es normal, dass das Brautpaar nach der Trauung für zwei bis drei Stunden im Park verschwand, um Porträts zu machen. Die Gäste standen in der Zeit hungrig herum.
Bei einer dokumentarischen Begleitung steht euer Erlebnis im Vordergrund. Ihr wollt mit euren Liebsten anstoßen, quatschen und feiern! Ich begleite euch dabei unauffällig. So entstehen wunderbar natürliche Bilder von euch und euren Gästen beim Lachen, Umarmen und Feiern – ganz ohne dass ihr wertvolle Zeit eures eigenen Festes verpasst.
4. Aber was ist mit dem Paarshooting und den Gruppenfotos?
Eine häufige Frage: „Machen wir dann gar keine schönen Porträts von uns beiden oder Bilder mit der Familie?“
Doch, natürlich! Auch bei einer Reportage gehören diese Klassiker dazu. Der Unterschied ist nur das Wie.
Für das Paarshooting klauen wir uns meistens nur 20 bis 30 Minuten (am besten am späten Nachmittag im weichen Licht). Aber auch hier stelle ich euch nicht starr hin. Wir gehen ein Stück spazieren, ihr dürft kuscheln, quatschen, euch in den Arm nehmen. Ich gebe euch kleine Aufgaben oder Impulse, damit ihr euch aufeinander konzentriert und die Kamera möglichst vergesst. So entstehen Porträts, die sich nach euch anfühlen. Ich freue mich immer ganz doll auf das Paarshooting, wenn ich euch nochmal richtig gratulieren kann. Meistens ist das auch der Moment, in dem all die Aufregung und Anspannung vom Vomittag abfällt, was sich sehr positiv auf das Shooting und die Fotos auswirkt.
Mein Fazit: Eure Hochzeit ist ein Fest, kein Fotoshooting
Euer Hochzeitstag wird rasend schnell vorbeigehen. Mein Ziel ist es, dass ihr ihn in vollen Zügen genießt, ohne das Gefühl zu haben, ständig für die Kamera performen zu müssen. Wenn ihr euch später eure Hochzeitsbilder anseht, sollt ihr nicht denken: „Weißt du noch, wie anstrengend es war, diese Pose zu halten?“ Ihr sollt denken: „Weißt du noch, wie verrückt glücklich wir in diesem Moment waren?“