Du planst ein Neugeborenen-Shooting, machst dir aber Sorgen, dass das ältere Geschwisterkind nicht mitmacht? Erfahre hier, wie wir die „Großen“ spielerisch, liebevoll und ganz ohne Druck in die Babyfotos einbinden.


Wenn das zweite (oder dritte) Baby einzieht, steht die Familienwelt erst einmal Kopf. Für euch Eltern, aber ganz besonders für das ältere Geschwisterkind. Plötzlich ist da dieses winzige Wesen, das unheimlich viel Aufmerksamkeit der Mama beansprucht.


Wenn in dieser sensiblen Phase ein Fotoshooting ansteht, haben viele Eltern Sorge: „Was ist, wenn unser Großer eifersüchtig ist? Was, wenn sie bockt und das Baby nicht mal angucken will? Sollen wir das Shooting lieber verschieben?“


Als Familienfotografin und selbst Mama von zwei Kindern kenne ich diese Dynamik in- und auswendig. Ein Neugeborenen-Shooting mit Geschwisterkindern läuft einfach ein bisschen anders ab als beim ersten Baby – nämlich wilder, lauter und manchmal etwas chaotischer. Und genau das ist wunderbar!


Hier sind meine erprobten Tipps, wie wir die frischgebackenen großen Geschwister liebevoll und ohne Zwang in euer Shooting einbinden.


1. Kein „Du musst jetzt das Baby halten“


Der wichtigste Grundsatz: Wir erzwingen nichts. Wenn wir dem großen Bruder sagen „Setz dich jetzt hin und halte deine Schwester“, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er genau darauf keine Lust hat.

Viel schöner ist es, wenn die Annäherung von ganz allein passiert. Wir legen das Baby zum Beispiel gemütlich aufs Elternbett. Oft siegt dann ganz schnell die Neugier und das große Kind krabbelt von allein dazu, um mal zu gucken, was wir da eigentlich machen. Genau diese natürlichen Momente fange ich ein.


2. Die Großen zu stolzen Helfern machen


Kinder lieben es, eine wichtige Aufgabe zu haben. Statt sie zum Stillhalten zu verdonnern, ernenne ich sie zu meinen Assistenten.

Ich frage dann Dinge wie: „Kannst du mir mal zeigen, wo die winzigen Zehen von deinem Baby-Bruder sind?“ oder „Wo hat sie denn ihr Näschen?“ Wenn das große Kind dann vorsichtig auf die Füßchen zeigt oder dem Baby einen Kuss auf die Stirn drückt, haben wir genau das innige Geschwisterfoto, das ihr euch wünscht – entstanden aus einem kleinen Spiel.


3. Die Großen stehen (zuerst) im Mittelpunkt


Oft hilft es enorm, wenn wir das Shooting gar nicht mit dem Baby beginnen, sondern mit dem großen Kind. Wenn ich ankomme, begrüße ich oft zuerst das Geschwisterkind. Wir machen ein paar Quatsch-Fotos nur von ihm, oder es darf mir sein Lieblingsspielzeug im Kinderzimmer zeigen.

So merkt das Kind: „Hey, hier geht es auch um mich, ich bin immer noch wichtig!“ Wenn dieser „Eisbrecher“ geschafft ist, machen sie danach oft viel lieber bei den gemeinsamen Familienfotos mit.


4. Pausen sind Pflicht (Der Homestory-Vorteil)


Ein Kleinkind hat keine Geduld für ein zweistündiges Fotoshooting. Und das muss es auch nicht haben. Hier spielt die Homestory (also das Shooting bei euch zuhause) ihren größten Trumpf aus!

Wenn das große Kind keine Lust mehr hat, geht es einfach in sein Zimmer spielen oder baut mit Papa nebenan Lego. In der Zeit konzentriere ich mich voll auf Detailaufnahmen vom Baby oder mache ruhige Bilder von Mama und Neugeborenem. Wenn der große Wirbelwind dann später wieder reingeflitzt kommt, bauen wir ihn einfach wieder ein.


5. Das echte Leben umarmen


Verabschiedet euch von der Vorstellung des perfekten Fotos, auf dem alle brav lächelnd in die Kamera schauen. Euer Leben ist jetzt bunt und trubelig.

Wenn Mama das Baby stillt und das Kleinkind währenddessen wild im Hintergrund auf dem Bett hüpft – dann ist das ein fantastisches, ehrliches Foto von eurer aktuellen Lebensrealität. In ein paar Jahren werdet ihr genau diese Bilder ansehen und schmunzelnd sagen: „Weißt du noch, wie wild diese erste Zeit zu viert war?“


Macht euch also keinen Stress, wenn euer großes Kind am Tag des Shootings einen schlechten Tag hat, Trotzanfälle bekommt oder einfach nur Quatsch im Kopf hat. Ich bringe viel Zeit, Geduld und Erfahrung mit. Wir passen uns dem Rhythmus eurer Kinder an.


Steht euer ET bald an? Sichert euch schon mal einen flexiblen Termin bei mir im Kalender.